Plauener gewinnt Schülerpokal

Gewichtheben: Keine Punkte in der Landesliga

Dresden/Plauen. Ohne Punkte im Gepäck musste die Landesligamannschaft des Athletenteams Vogtland am Wochenende die Rückfahrt aus Dresden antreten. Die Gewichtheber aus Plauen und Rodewisch verloren bei Gastgeber DSC 0:3 (1147,7:1237,1). Für die Vogtländer gingen in der Landeshauptstadt Anna Taubert, Michelle Hartenberger, Tim Seifert, Marcus Märker und Niclas Stephan auf die Heberbühne. Den sechsten Platz mussten die Gäste unbesetzt lassen, sodass bereits im Vorfeld klar war, dass ein Erfolg schwer werden würde. Bis auf Marcus Märker, der beim ersten Saisonkampf im Oktober nicht im Aufgebot stand, blieben die anderen vier Sportler nur sehr knapp unter ihren Leistungen vom Heimkampf gegen Riesa. Im Vergleich zu diesem fehlten am Wochenende Nancy Hinkelmann, die sich vor kurzem eine leichte Blessur zugezogen hatte und pausierte, sowie Florian Hartenberger, der am Samstag im Bundesligateam zum Einsatz kam.

Freuen konnten sich die Verantwortlichen aus dem Vogtland am gleichen Tag über zwei Erfolge ihrer Nachwuchssportler. Leonie Müller (AK 11/12) von der TSG Rodewisch und Marius Barthel (AK 12) vom AC Atlas Plauen verteidigten beim letzten Wettkampf des sächsischen Schülerpokals jeweils ihre Führung in der Gesamtwertung ihrer Altersklassen. Für die Plauener standen zudem Elias Fischer (2./AK 13) und Pia Stephan (2./AK 10) auf dem Podest, Sky Hochgeschwender aus Rodewisch sicherte sich in der Altersklasse 13 mit Rang 3 eine Medaille. Beim AC Atlas standen am Ende zudem folgende Ergebnisse fest: Felix Heidemann (4./AK 13), Marlen Barthel (5./AK 13 + 14). In der Vereinswertung belegten die Plauener unter 13 Teams Rang 4, knapp vor der ersten Mannschaft der TSG Rodewisch auf Platz 5.

Vogtländer nach Krimi nur knapp unterlegen

Gewichtheben: Tscheche Petrov gegen den TSV Schwedt stärkster Akteur

Der Tscheche Petr Petrov steuerte die meisten Punkte bei.

Der Tscheche Petr Petrov steuerte die
meisten Punkte bei.

Foto: Wolfgang Schmidt

Plauen. Dramatik pur beim Bundesligavergleich der Gewichtheber in Plauen: Das Athletenteam Vogtland (Starter des AC Atlas Plauen und der TSG Rodewisch) musste sich dem TSV Schwedt (646,5:647,2) nur um sieben Zehntelpunkten geschlagen geben. Auch in den Einzeldisziplinen Reißen (0,4) und Stoßen (0,3) ging es äußerst knapp zu. "Dass sich der Wettkampf so spannend entwickelt, war nicht zu erwarten", meinte Teamchef Bernd Schmiedel und fügte hinzu. "Klar war es schade für uns, aber Schwedt hatte den letzten Starter und konnte entsprechend reagieren." Trotzdem war es schon ungewöhnlich, dass dem Schwersten, Robert Oswald, im Reißen eine Steigerung vom zweiten zum dritten Versuch um gleich zehn Kilogramm gelang.

Die Vogtländer hätten gern zumindest einen Punkt gewonnen, dennoch sprach Bernd Schmiedel von einem sehr guten Jahresabschluss: "Wir haben eine Saisonbestleistung erreicht, die Mannschaft hat sich stark präsentiert, es gab nur vier Fehlversuche." Für das Topergebnis des Tages sorgte dabei der Tscheche Petr Petrov, der 152 Zähler beisteuerte. Der 28-Jährige, bei der WM Anfang des Monats Neunter und bei der EM im April Siebenter, blieb dabei nur wenige Kilo unter seinen Landesrekorden. Seine Freundin Eliska Pudivitrova schaffte mit 101 Zählern gleichfalls ihren Bestwert für die Vogtländer. Beide verstärken das Team die zweite Saison. Schon ein "Urgestein" ist hingegen Edgar Jerke aus Luckenwalde, der seit 2005 der Truppe die Treue hält. Neben beruflicher und familiärer Verpflichtungen sorgt er stets für Top-Resultate. Dieses Mal ärgerte sich der 31-Jährige dennoch kurz. Nach zehn fehlerfreien Wettkämpfen in Folge misslang ihm erstmals wieder ein Versuch.

Hingegen zeigten Routinier Benjamin Meisel sowie Youngster Raphael Friedrich eine makellose Serie. Der 17-Jährige, der als zweifacher EM-Medaillengewinner kürzlich für 2017 zum zweiten Mal als bester Jugendgewichtheber des Deutschen Verbandes gekürt wurde, befindet sich aktuell im Neuaufbau. Deshalb ging der Schützling von Trainer Petr Hruby am Bundesstützpunkt in Chemnitz nicht an seine Leistungsgrenzen.

Der Chemnitzer AC hatte kampffrei, er bestreitet am 13. Januar bei der SG Eibau seinen nächsten Vergleich. (mm)

ATV: Petrov 152 Relativpunkte (Reißen: 128 kg; Stoßen: 160); Jerke 115,2 (125; 165); Elisa Pudivitrova 101 (74; 93), Meisel 96 (106; 135); Friedrich 91,2 (115, 140); Florian Hartenberger 56,6 (-; 138); Ritter 34,5 (34,5; -).

TSG Rodewisch bezieht ihren neuen Kraftraum

In der Trainingsstätte steckt viel Eigenleistung und Eigenkapital.
Davon sollen nicht nur die Leistungssportler profitieren.

Der neue Fitness-Raum ist in Betrieb

Raphael Friedrich, Michelle Hartenberger, Anna Hahn und Florian Hartenberger trainieren unter Anleitung
von André Peterhänsel (von links nach rechts) an den Geräten.

Foto: Joachim Thoß

Rodewisch. Per Knopfdruck hat der Vorsitzende der TSG Rodewisch, Ralf Brauner, am Samstag den neuen Kraftsportraum im Vereinshaus nahe der Göltzschtalhalle eröffnet. Die Displays an den 14 Geräten leuchteten auf und verkündeten Einsatzbereitschaft. Mit der Beschaffung und Montage der Geräte haben die Gewichtheber des Vereins Schwerstarbeit geleistet. Das schwerste Trainingsgerät wiegt 800 Kilogramm und ist so breit, dass die Tür vergrößert werden musste. Die gebrauchten Geräte wurden von einer Physiotherapie in Chemnitz erworben.

Investiert haben die Sportler etwa 12.000 Euro und 25.000 Stunden Eigenleistung. Sie hatten sich für gebrauchte Geräte entschieden, obwohl diese nicht gefördert werden. Ein Angebot vom Kreissportbund für ein neues förderfähiges Gerät lag vor, doch eben nur für ein Gerät. Mit der jetzigen Variante können mehrere Sportler trainieren. Kreissportbund-Vertreter Ralf Schmutzler, der mit einem Scheck zum Gratulieren gekommen war, versicherte der TSG, dass das Angebot in Höhe einer Fördersumme von 5000 Euro weiterhin besteht.

Die nun im Erdgeschoss des Vereinshauses stehenden Geräte entsprechend dem aktuellen Standard, so der Vereinsvorsitzende. Im Obergeschoss befinden sich Sauna und Infrarotkabine. Genutzt werden kann die Einrichtung von Vereinsmitgliedern und solchen, die es werden wollen. Darüber hinaus bietet die TSG Freizeitvolleyball in der Göltzschtalhalle und Yoga für Anfänger an. Anmeldungen sind unter Telefon 0173 3858622 möglich.

Neben dem Leistungssport wollen die Rodewischer auch den Breitensport fördern. Zur Zeit gehören der TSG 86 Gewichtheber und über 50 Kegler an. Mit dem Vereinshaus hat sich die Sportgemeinschaft gute Bedingungen geschaffen. Mehrmals musste sie den Standort wechseln. Zunächst in der Schillerschule untergebracht, zog sie bei der Schulsanierung 2009 in Räume der ehemaligen Berufsschule. Seit 2014 hat sie ihr Domizil im früheren Schulhort.